Abhilfe bei kalten Füßen
Kalte Füße sind nicht nur unangenehm. Sie gelten auch als Anzeichen für eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten.
Kalte Füße entstehen, wenn dem Körper ein Wärmeverlust droht: Der Organismus reduziert die Blutzirkulation in den äußeren Körperteilen, indem er die Blutgefäße in Händen und Füßen oder Armen und Beinen zusammenzieht. Die Blutzirkulation konzentriert sich auf die lebenswichtigen Organe. Beine und Arme kühlen aus.
Das geschieht besonders dann, wenn wir uns bei kühleren Temperaturen wenig oder gar nicht bewegen. Denn ein erheblicher Teil der Wärme entsteht in unserem Körper in den Muskeln. Deswegen zittern wir vor Kälte, sobald die Temperatur im Körperkern unter ein bestimmtes Niveau fällt.
Warum Frauen häufiger kalte Füße haben
Dabei gilt: Je höher der Muskelanteil am Körpergewicht, desto stärker die Wärmeproduktion. Frauen sind
hierbei im Nachteil. Denn sie verfügen im Durchschnitt über einen deutlich geringeren Muskelanteil im Verhältnis zur gesamten Körpermasse als Männer und bekommen daher schneller kalte
Füße.
Erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen
Übrigens: Kalte Füße sind tatsächlich ein Anzeichen für eine erhöhte Erkältungsanfälligkeit. Denn wenn wir
kalte Füße bekommen, reduziert der Körper die Durchblutung gleichzeitig meist auch in weiteren nicht lebensnotwendigen Bereichen. Dazu zählt neben den Händen, den Ohren und der Nase auch die
Nasenschleimhaut. Ist die jedoch weniger durchblutet, haben Krankheitserreger, insbesondere Erkältungsviren, leichteres Spiel.
So vermeiden Sie ein Auskühlen der äußeren Körperregionen – und damit Erkältungen:
1. richtige Kleidung wählen
Gegen kalte Füße und Hände helfen nicht nur warme Socken und Handschuhe sowie gefütterte Winterstiefel. Auch die
übrige Kleidung sollte den Temperaturen entsprechend gewählt sein. Setzen Sie daher auch eine Mütze auf und binden Sie sich einen Schal um. Und je nachdem, wie kalt es draußen ist und wie lange
Sie sich dort aufhalten, sollten Sie auch zu langer Unterwäsche greifen. Denn nicht nur über Hände und Füße, auch über die Beine und Arme können wir viel Wärme verlieren.
Zu Hause gilt: Wenn Sie nicht gerade über eine Fußbodenheizung verfügen, sollten Sie an kalten Tagen Hausschuhe oder zumindest dicke Socken tragen.
2. Durchblutung fördern
Alles, was die Durchblutung fördert, verbessert die Wärmeverteilung im gesamten Körper. Ein besonders gut geeignetes
Mittel gegen kalte Füße ist daher insbesondere Sport und jede andere Art der zügigen Bewegung. Können Sie sich gerade nicht bewegen, etwa bei der Arbeit im Büro, helfen auch Lebensmittel oder
Tees, die die Durchblutung anregen. Scharfe Gewürze – vor allem Pfeffer, Chili und Ingwer – „heizen“ von innen ein. Das gleiche gilt für bestimmte Kräutertees, insbesondere Linden- und
Holunderblüten können einen Hitzeschub im Körper auslösen.
3. weitere Auskühlung vermeiden
Wenn Ihnen schon kalt ist, sollten Sie alles vermeiden, was ein weiteres Absinken der Körperaußentemperatur
bewirkt. Dazu zählt insbesondere das Trinken von Alkohol. Denn infolge des Alkoholkonsums weiten sich die Blutgefäße, so dass mehr Blut durch die Adern strömt. Das fühlt sich zwar so an, als
würde uns warm werden. Tatsächlich führt die Erweiterung der Blutgefäße jedoch dazu, dass der Körper noch mehr Wärme an die Umgebung abgibt – und die Körpertemperatur sinkt.
Ein besonderes Auskühlungsrisiko besteht außerdem bei Zugluft und bei nasser Kleidung. Wechseln Sie nasse Kleidung immer, so schnell es geht.